Denkmäler

Kreuzkirche Sankt Nikolai

zu Hohenlohe-Kitzen


Brunnengasse 1, 04460 Pegau

foerderverein.kitzen@web.de

https://sanktnikolaikitzen.de/

April – Oktober
sonntags von 11 – 16 Uhr geöffnet

Interessierte können sich unter foerderverein.kitzen@web.de oder 0170/7310860 zu einer Führung auch außerhalb der Öffnungszeiten anmelden.
Auf der Homepage des Vereins www.sanktnikolaikitzen.de erfahren Sie Aktuelles und Geschichtliches zum Leben in und mit der Kirche sowie die stattfindenden Veranstaltungen des Fördervereins.

Kitzen als Ortsteil von Pegau (seit 2012 eingemeindet) mit ca. 1.000 Einwohnern verfügt über eine bemerkenswerte Kirche. Die für eine Dorfkirche relativ große Kirche aus dem 12. Jahrhundert wird vor allem durch den typischen Zisterzienser-Baustil geprägt, der im Zusammenhang mit einem Zisterzienserinnenkonvent steht, der sich im 12./13.Jahrhundert hier niedergelassen hatte: z.B. kreuzförmige Basilika, gerader Chor- und Kapellenabschluss. Der Innenraum der Kirche ist in der Zisterzienser-Schlichtheit erhalten ohne spätere Bauplastiken. Anbauten, wie ein Vorraum im Nordeingang, Sakristei und Patronatsloge aus späteren Jahrhunderten , ergänzen das Ensemble. Ein besonderes bauhistorisches Schmuckstück ist das romanische Südportal – original erhalten aus dem 12. Jahrhundert. Vom Verfall bedroht, konnte die herrenlose Kirche im Jahre 2010 von einem Förderverein gekauft und bis 2020 umfassend saniert werden. Gegenwärtig wird die Sanierung des Turms vorbereitet. Heute finden wieder Gottesdienste, Hochzeiten, Taufen statt; der Förderverein bietet regelmäßig Konzerte verschiedener Musikgenres an, Lesungen und Ausstellungen bereichern das kulturelle Leben des Ortes.

Katholische Pfarrei St. Bonifatius

Leipzig Süd, Gemeinde St. Hedwig Pegau


(0341) 3018401

(0341) 3018402

peterpaul04416@t-online.de

http://www.peterpaul-markkleeberg.de

Pfarrer Bertram Wolf

Prinz-Eugen-Str.21
04277 Leipzig

Helbigstr. 14
04523 Pegau

Heilige Messe: Sonntags 10.00 Uhr

Termine für den Werktagsgottesdienst und Rentnernachmittage unter Aktuelles auf der Homepage www.peterpaul-markkleeberg.de/aktuelles/vermeldungen/

St. Laurentius-Kirche


Kirchplatz 6, 04523 Pegau

(034296) 764 64

http://www.kirche-pegau.de/

Gottesdienst: Sonntags 10.15 Uhr

Besichtigung nach Vereinbarung
Anfragen bei Kurator Dennis Alert
Tel 0176 21969084
dennis.alert@evlks.de

Öffnungszeiten Pfarramtes und Friedhofsverwaltung:
Di bis Mi: 9.30-12 Uhr
Do: 9.30-12 Uhr und 14-17 Uhr

Pfarrersprechstunde nach Vereinbarung
Pfarrer Dr. Torsten Reiprich
Tel: 034296 72470
Funk: 0171 8020675
torsten.reiprich@evlks.de

In diesem Jahr werden einzelne Termine für die Kirchenbesichtigung der St.-Laurentiuskirche angeboten. An folgenden Sonntagen ist die Kirche von 15.00-17.00 Uhr geöffnet:

  • 24. Juli 2022
  • 31. Juli 2022
  • 14. August 2022

Der heutige Kirchplatz ist der ursprünglich bei dem 1096 geweihten St. Jakobs-Kloster durch Abt Windolf (1101 –1150) angelegte und von Kaiser Friedrich I. 1172 privilegierte Markt gewesen. Hier wurde Mitte des 12. Jahrhunderts eine Marktkirche im Stil einer romanischen Hallenkirche erbaut. Von dieser ist nach dem Stadtbrand von 1382 nur noch der untere Teil des Westwerkes erhalten.

Der Wiederaufbau der Stadtkirche erfolgte bis 1463 als gotische Hallenkirche.Die Zerstörung Pegaus durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg hat die Kirche als eines der wenigen Bauwerke der Stadt bis auf die Turmspitzen überstanden. In der Folgezeit hat die Kirche ihre heutigen barocken Turmhauben erhalten.

1890 und 1935 erfolgten wesentliche Sanierungsarbeiten an dem Bauwerk. Bemerkenswert sind die Kanzel (1615) und der Altar (1621), beide in Werkgemeinschaft von Jakob Meinhardt (Tischler) und Jakob Wendelmuth (Maler) entstanden.

Seit 1556 befindet sich in der St. Laurentius-Kirche das aus der damals niedergelegten Klosterkirche stammende spätromanische Kenotaph des Klostergründers Wiprecht II, ein bedeutendes Werk eines unbekannten Künstlers, aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts.

St. Hedwigs-Kirche


Die Kirche wurde am 1. Dezember 1996 von Bischof Joachim Reinelt geweiht. Die Patronin ist die heilige Hedwig. Die 1174 in Andechs am Ammersee (Bayern) geborene Hedwig wurde mit dem Herzog Heinrich I. von Schlesien verheiratet. Sie verstarb 1243 und wurde bereits 1267 wegen ihrer Mildtätigkeit heilig gesprochen. Ihr Zentralheiligtum ist Trebnitz (Trebnica), wo sie begraben liegt.Sie ist heute Patronin von Schlesien, der Heimatvertriebenen und der Brautleute. Hedwig ist die Tante der heiligen Elisabeth von Thüringen. Ihr Gedenktag ist der 15. Oktober. Die Verehrung der heiligen Hedwig kam nach dem Zweiten Weltkrieg mit den schlesischen Heimatvertriebenen nach Pegau, wo ihr zunächst auf privatem Grund und Boden eine Kapelle errichtet wurde. Der Kirchenneubau erfolgte 1995/96. Die Glocke ist in Apolda gegossen worden.

Rathaus


Markt 1, 04523 Pegau

Das Rathaus wurde 1559 bis 1561 von dem Leipziger Baumeister Paul Wiedemann nach Plänen des berühmten Renaissancebaumeisters Hieronymus Lotter erbaut. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges (1644) bis auf die Außenmauern zerstört und bei einem Stadtbrand 1670 erneut stark beschädigt, wurde es in der heutigen Gestalt wieder aufgebaut. Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist das Innere des Gebäudes mehrfach umgestaltet worden, um es den jeweiligen Erfordernissen anzupassen.1992 ist das Rathaus grundhaft saniert worden.

Kursächsische Meilensteine


August der Starke (1694 – 1733) ließ das kursächsische Poststraßennetz  ausbauen. Entlang derselben wurden mit laufenden Nummern versehene Viertel-, Halb- und Ganzmeilensteine aufgestellt. Vor die Tore der Städte oder auf deren Mark kamen Distanzsäulen zur Aufstellung, auf denen die Entfernungen zu den Poststationen entlang der Poststraße verzeichnet waren. Ein Querstrich bedeutete, dass sich die Poststraße gabelte. Die Entfernungsangaben wurden in Stunden angegeben (1 Std. = ½  sächs. Postmeile; 1 sächs. Postmeile entsprach 9062 Metern). Diese Distanzsäule ist eine von dem Leipziger Steinmetz Lothar Franz 1991 angefertigte Kopie des 1723 von dem Zeitzer Hofbildhauer Adam Bockfleisch geschaffenen Originals. LTh bezeichnet den Standort der Distanzsäule vor dem „Leipziger Thor“

Klostergarten Pegau


Südlich der Stadt zog sich einst entlang der Stadtmauer eine Kette von Fischteichen des Pegauer Klosters dahin. Diese sind noch bis in die jüngste Vergangenheit zur Karpfenzucht verwendet worden. Nachdem jene verlandet oder verfüllt worden waren ist dieser „Klosterteich“ im Rahmen einer AB-Maßnahme 200 neu angelegt worden. Der alte Wehrturm wurde in diesem Zusammenhang zum Teil restauriert. 2002 erfolgte in Anlehnung an die Klostertradition die Anlage eines Weinberges am sonnigen Südhang der ehemaligen Stadtmauer. Dort bewirtschaften Hobbywinzer seit 2016 den kleinen Weinhang.

Kenotaph Wiprecht II


Im Tunnelzimmer des Westportals der Stadtkirche befindet sich die Grabplatte Wiprecht II.

Bestattet wurde der Markgraf in seiner Klosterkapelle neben seiner ersten Gemahlin Juduth, Nach der Säkularisierung des Sankt-Jakob-Kloster wurde der sogenannte Kenotaph dorthin verbracht, um das Überdauern des wertvollen Kunstwerkes zu sichern. Lange an eine Wand gelehnt, wurde es übertüncht, überarbeitet und letztlich als bedeutender Kunstschatz der Romanik in Würde gehalten. Bereits im 30jährigen Krieg wurde die Kirche durch Beschuss der Schweden bis auf Teile des Westturmes zerstört. Das Innere der Kirche litt mit all ihren Kunstschätzen besonders in der Franzosenzeit von 1800 bis 1813. Im 19. Jahrhundert stiegen Knaben durch das kleine Fenster und fanden ausgerechnet auf Wiprechts Nase ersten Bodenkontakt. Die Nase wurde mehrmals vergeblich an modelliert. Auch die vermeindlichen Edelsteine des prachtvollen Umhangs nahmen mit den Jahrhunderten ab. Man bediente sich später einfacher Glassteine, die man mit effektvollen Papieren unterlegte. Das Grabmal Wiprechts in der Sankt-Laurentius-Kirche zählt zu den ältesten und größten Kunstschätzen zwischen Leiozig und Zeitz, die Pegau aufzubieten hat. Daneben bietet die Kirche noch den barocken Hochaltar (1521) und die Kanzel, die Jakob Wendelmuth, der Vater von Margarethe Rastrum, und Jakob Meinhardt gefertigt haben.

Gasthof zur Krone


Das Gasthaus zur goldenen Krone war bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts der letzte von drei am Markt gelegenen Gasthöfen. Am 15. August 1740 bezog hier während einer sogenannten „Kavalierstour“ der preußische Kronprinz Friedrich (der spätere König Friedrich der Große) mit seinem Bruder Prinz August Wilhelm Quartier. Die diesbezüglich über dem Eingangsportal angebrachte Inschrift wurde in den frühen DDR-Jahren zur Vergangenheitsbewältigung herausgemeißelt.

Gasthof zum Mohren


Der Gasthof zum Mohren war im 18. und 19. Jahrhundert zugleich Posthalterei. Während der Völkerschlacht bei Leipzig bezog hier Kaiser Franz II. von Österreich mit seinem Stab Quartier (16. Oktober 1813). Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude aufgestockt und zu einem modernen Hotel umgebaut. Während der Inflation (1923) ging das Hotel in Konkurs. 1927 ist in das von der Stadt erworbene Gebäude nach notwendigen Umbauarbeiten die Stadtsparkasse aus dem Rathaus verlegt worden. In Pegau gibt es seit 1849 eine Sparkasse.

Pegauer Badeanstalt 1912


1912 wurde am Elstermühlgraben die Pegauer Flussbadeanstalt eröffnet. Da das zum Mühlgraben hin offene Becken rasch verschlammte, ist bereits 1913 nach Plänen des Leipziger Ingenieurs Alfred Patz ein geschlossenes Betonbassin geschaffen worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg verschlechterte sich durch Schadstoffeinträge die Wasserqualität derart, dass das Baden der Gesundheit nicht zuträglich war. In einer Bürgerinitiative, an deren Spitze sich der damalige Bürgermeister Erhard Meister stellte, erbauten die Pegauer Bürger 1964 in freiwilliger Arbeit (sog. Nationales Aufbauwerk) neben dem alten Bad in der Rekordzeit von 100 Tagen mit Unterstützung von Betrieben der Region ein neues größeres Bad. Man sprach vom „Pegauer Wunder“. 1965 erfolgte der Bau der Badgaststätte. Das Wasser für das Bad kommt aus der Grubenentwässerung des Tagebaues Profen und wird in einer modernen Filteranlage aufbereitet.

Neue Schule


Nachdem der mehrfach erweiterte Schulbau von 1836 (die heutige Mittelschule) nicht mehr die gestiegene Schülerzahl aufnehmen konnte, beschlossen die städtischen Gremien 1903 einen Schulneubau. Am 2. September 1904 erfolgte dessen Einweihung mit einem großen Festakt und Schulfest. Der Neubau verfügte über elf Klassenzimmer, darunter einen Handarbeitssaal, sowie ein „Direktorialzimmer“ und war so weitsichtig angelegt, dass eine Erweiterung zu jeder Zeit möglich war. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen der wenigen Jugendstilbauten der Stadt. Nach der Wiedervereinigung erfolgte die Sanierung dieses Schulgebäudes und 2003 wurde eine Außentreppe als Fluchtweg installiert. Heute befindet sich darin die Pegauer Grundschule.

Friedhofskirche


Nach der Reformation hörte die bis dahin übliche Bestattung der Toten um die Kirchen innerhalb der Stadt auf. Zur Anlegung eines „Gottesackers“ kaufte die Stadt 1555 einige Feldgrundstücke nördlich des Wallgrabens und ließ darauf eine Friedhofskirche errichten. Als Pegau im Dreißigjährigen Krieg 1644 von den Schweden belagert wurde, hat der Stadtkommandant Oberst v. Gersdorf die Kirche samt der Friedhofsmauern abreißen lassen, um freies Schussfeld für die Verteidiger zu schaffen. 1674 – 76 wurde die heutige St. Johannis-Kirche von dem Maurermeister Jacob Kattermann erbaut. Der Altar ist ein Werk von Jacob Findeisen aus dem Jahre 1699.

Die ehemalige Knabenschule

nun Kulturhaus


Das 1553/54 erbaute Gebäude beherbergte bis 1835 die Pegauer Knabenschule und anschließend bis 1869 die Mädchenschule. Danach erfolgte eine Umnutzung als Gaststätte mit neu angebautem Saal. Als Börsenhalle, Deutsches Haus und Volkshaus durchlebte das traditionsreiche Haus wechselvolle Zeiten. Kurz nach 1990 erfolgte die Schließung.

Die Stadt hat nach der Wiedervereinigung, unterstützt von einem Förderverein, das Volkshaus vor dem Bauverfall bewahrt.

Ab 2004 wird das völlig sanierte Volkshaus als Bürgerhaus für vielfältige Veranstaltungen genutzt. Es ist zum Domizil für die Sitzungen des Pegauer Karnevalsklub geworden, Messen, Musik und größere Veranstaltungen aller Kindereinrichtungen finden dort statt. Neben den Westsächsischen Sinfonieorchester proben dort Symphonieorchester und Chöre aus, England, USA, Japan vor ihren Auftritten im Leipziger Gewandhaus. Ob Frauentag, Travestieshow oder Oktoberfest, schnell sind die 350 Plätze in Foyer, Parkett oder auf der Galerie ausgebucht. Auch gibt sich hier die sächsische Elite des Kabarett die Klinke in die Hand, darunder Academixer, Pfeffermühle, Sanftwut u s w.

Soziokulturelles Zentrum

Alte Wache


Dieses Gebäude ist 1560 zusammen mit dem Rathaus als Garküche errichtet worden. Garküchen dienten der Versorgung armer Einwohner mit warmen Mahlzeiten zu niedrigen Preisen. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadtgendarmerie mit Arrestzellen hineinverlegt (daher der Name). Nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Haus für verschiedene Zwecke genutzt worden (Bibliothek, Eierannahmestelle usw.). 19   erfolgte die Sanierung des Renaissancebaues. Heute beherbergt das Haus neben Wohnungen wieder die Stadtbibliothek.

Wehrturm


Die Stadt Pegau war seit dem 13. Jahrhundert bereits mit einer Lehmmauer umwehrt. Während der Hussiteneinfälle (1429-1432) und des sächsischen „Bruderkrieges“ (1446-1450) erwies sich die Stadtbefestigung als unzureichend. Es wurde eine Stadtmauer aus gebrannten Ziegelsteinen errichtet und ein Wallgraben angelegt, der im Notfall geflutet werden konnte..Zum Schutze der bei feindlichen Angriffen besonders  gefährdeten Nordwestflanke der Stadt diente dieser gewaltige Wehrturm (das sog. „Bollwerk“). 1883 ist in dem ehemaligen Wallgraben ein Stadtpark angelegt worden (die sog. „Große Anlage“).

Wasserturm


Der Wasserturm um 1910

Der Wasserturm ist mit über 45 Metern das höchste Pegauer Bauwerk. Er wurde 1906 nach Plänen des in Pegau geborenen Leipziger Baurates Otto Enke errichtet. Als Referenz an die bemerkenswerte Geschichte seiner Heimatstadt verlieh er ihm die Form des Vestnerturmes der alten Reichsburg Nürnberg.Der Wasserturm hat die Aufgabe, über einen Hochbehälter den schwankenden Wasserverbrauch abzufangen und einen gleichbleibenden Versorgungsdruck zu gewährleisten. Der Hochbehälter hat ein Fassungsvolumen von 140 Kubikmetern. 1995/96 erfolgte eine grundhafte Sanierung des Bauwerkes.

Pfarrhaus


Superintendentur und Archidiakonat um 1840

1646 hat der Pegauer Rat das aus dem 16. Jahrhundert stammende Gebäude erworben und darin Wohnraum für die Geistlichkeit geschaffen. Den linken Flügel bewohnte bis 1878 der Superintendent der Ephorie Pegau, den rechten der Archidiakon. Heute befinden sich darin die Dienstwohnung des Pfarrers und die Kirchenkanzlei sowie eine Diakoniestation und Wohnungen. Im Archidiakonat wurde der bedeutende Jenaer Pädagoge Volkmar Stoy (1815 – 1885) geboren.

Napoleonhaus


Das Napoleonhaus um 1895

An dieser Stelle befand sich bis 1561 das Pegauer Rathaus. Nach dem Bau eines repräsentativen Rathauses am heutigen Markt ging das Grundstück in Privatbesitz. Das jetzige Gebäude wurde 1744 erbaut. Die Besitzer waren bis 1945 Kaufleute und Ärzte. Als vornehmstes Haus der Stadt diente es nach der Schlacht bei Großgörschen Kaiser Napoleon I. (3. Mai 1813) und vor der Völkerschlacht bei Leipzig dem russischen Zar Alexander I. (15. Oktober 1813) als Nachtquartier. 2005 wurde die Immobilie von der Stadtverwaltung erworben.

Feuerwehrgerätehaus


Ernst-Reinsdorf-Str., 04523 Pegau

Die Pegauer Feuerwehr zu ihrem 10-jährigen Bestehen 1879

Nach mehreren Großfeuern gründeten die Pegauer Turner 1869 die Freiwillige Feuerwehr Pegau. Zur Unterbringung der von der Stadt angeschafften Lösch- und Menschenrettungstechnik (Zubringerpumpen und Feuerwehrleitern) ist 1891 dieses Feuerwehrgerätehaus mit Schlauchturm zum Trocknen der Löschwasserschläuche gebaut worden. Seit Indienststellung des neuen Feuerwehrkomplexes in der Leipziger Straße im Jahre 2004 dient dieses Objekt zur Aufbewahrung historischer Sachzeugen des Pegauer Feuerlöschwesens und der Traditionspflege.

Alte Post


Kirchplatz 11, 04523 Pegau

In diesem 1655/56 von Martin Schirmer (1611-1661) errichteten Gebäude befand sich bis 1661 die Verwaltung des Amtes Pegau.

Im zweiten Drittel des 19. Jahrhundert besaß mit Gustav Ferdinand Grimmer (1803-1855) einer der bedeutendsten Bürger der Stadt dieses Anwesen. Grimmer war Gründer eines Landwirtschaftsvereins, des Gewerbevereins, er rief eine Kinderbewahranstalt und eine Näh- und Strickschule ins Leben und setzte sich für den Anschluss Pegaus an das entstehende Eisenbahnnetz ein. Grimmer etablierte als erster das Zigarrenmacherhandwerk in Sachsen.

Von 1868 bis 1880 befand sich hier die Pegauer Postexpedition.

Der an einem Wirtschaftsgebäude im Hof befindliche „Laubengang” ist eines der letzten erhalten gebliebenen Baudenkmäler seiner Art in der Stadt.

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