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Pegau plant Sanierungsgebiet ‘Altstadt‘ aufzuheben

Pegau, den 07.11.2018

 

Pegau plant Sanierungsgebiet ‘Altstadt‘ aufzuheben

Das Sanierungsgebiet „Altstadt“ umfasst 23 Hektar mit 470 Grundstücken, sagt DSK-Projektleiter Thomas Straßburger. Mit dem Fördergeld, das Bund, Land und Stadt zu jeweils einem Drittel aufbrachten, wurden vor allem mit rund 10 Millionen € Zuschüssen seit 1992 Straßen, Wege und Plätze erneuert sowie alte Immobilien abgerissen. Es flossen reichlich Mittel in die Wiederherstellung von Gebäuden. Dazu gehörten die heutige Kindertagesstätte „Grünes Tal“, die Laurentiuskirche und die Kultureinrichtung Volkshaus. Bei Hausbesitzern wurden meist Dach- und Fassadenerneuerungen bezuschusst. Weil das Ende Stadtsanierung auch Auswirkungen auf steuerliche und bauliche Belange der Grundstückseigentümer haben kann, sollen die sich zuvor äußern, ruft die Stadtverwaltung auf. Konkret geht es um ihre möglichen Pläne, im nächsten Jahr (weitere) Sanierungsarbeiten an ihren Immobilien auszuführen. Zwar wird es dafür keine staatliche Förderung mehr geben, doch können Privatleute über das Einkommensteuergesetz vom Sanierungsgebiet profitieren, erklärt Straßburger. „Das geht jedoch nur so lange, wie es ein förmlich festgesetztes Gebiet gibt. Da steht ein sogenannter Sanierungsvermerk im Grundbuch.“ Der werde gelöscht, wenn die Satzung aufgehoben wird; dann entfalle zudem, dass etwa bei Grundstücksverkäufen und -teilungen die Genehmigung der Stadt eingeholt werden muss. Wenn sich eine Anzahl an sanierungswilligen Eigentümern im Bauamt meldet, könne der Schlusstermin auch verschoben werden. Interessenten sollen deshalb bis spätestens Ende November dort vorsprechen. Dabei werde dann auch geklärt, wie die erforderliche Vereinbarung mit der Stadt geschlossen wird, die das Finanzamt benötigt. Wer erst für später ein Vorhaben plant, müsse nichts überstürzen. „Es sollte für keinen etwas anbrennen“, so Straßburger. Weil es hier Überlappungen mit dem Gebiet vom Denkmalschutzprogramm gebe. Nach dem angekündigten Stadtratsbeschluss werden die sogenannten Ausgleichsbeträge fällig, die Eigentümer laut Baugesetzbuch zahlen müssen für eine berechnete Bodenwertsteigerung ihrer Immobilie aufgrund der Stadtsanierung im Umfeld. Je nach Wertzone wurden zwischen 1,19 Euro und 2,97 Euro pro Quadratmeter bebaubarer Fläche ermittelt. Allerdings, so Straßburger, betrifft ein solcher Bescheid nur noch für etwa 60 Altstadt-Grundstücke zu. Bei der überaus großen Mehrheit, circa 85 Prozent, wurde bereits über freiwillige Vereinbarungen eine vorzeitige Ablöse gezahlt, wodurch die Besitzer bis zu 20 Prozent der Summen sparten. Dabei habe die Stadt rund 200000 Euro eingenommen, die wieder in kleinere Projekte geflossen sind.

 
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