Pipeline in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen stärkt Industriestandort Ostdeutschland. Info-Veranstaltungen im Mai 2026.
Für die geplante Wasserstoff-Pipeline HYBOR ist in allen betroffenen Bundesländern – Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen – das Scoping-Verfahren gestartet. In diesem frühen Verfahrensschritt wird gemeinsam mit den zuständigen Behörden sowie Trägern öffentlicher Belange der Untersuchungsrahmen für die weiteren Umweltprüfungen festgelegt. Damit wird die Grundlage für die anschließende Umweltverträglichkeitsprüfung und das Planfeststellungsverfahren geschaffen.
Bereits seit Ende 2025 laufen entlang der geplanten Trasse vorbereitende Untersuchungen. Dazu zählen umweltfachliche Kartierungen von Flora und Fauna sowie Baugrunduntersuchungen. Ziel ist es, die örtlichen Gegebenheiten frühzeitig zu erfassen und die weitere Planung verantwortungsvoll an Natur- und Standortbedingungen auszurichten. Die Ergebnisse der Untersuchungen und des Scopings fließen in die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren ein, dessen Einleitung im kommenden Jahr vorgesehen ist.
Die rund 120 Kilometer lange Wasserstoff-Leitung HYBOR soll von Bobbau in Sachsen-Anhalt über Sachsen bis Rückersdorf in Thüringen verlaufen. Sie ist Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes und soll bis 2029 fertiggestellt werden. Das Projekt wird von der GASCADE im Rahmen des Infrastruktur-Programms „Flow – making hydrogen happen“ umgesetzt. HYBOR verbindet bestehende Leitungen, die künftig auf den Transport von Wasserstoff umgestellt werden, und schließt damit eine wichtige Lücke im entstehenden Wasserstoffnetz. So kann Wasserstoff künftig zuverlässig in die Region transportiert und an Industrie, Speicher und weitere Abnehmer weitergeleitet werden. Die Leitung leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer klimaneutralen Energieversorgung in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.
Info-Veranstaltungen im Mai 2026
Um die Öffentlichkeit frühzeitig und transparent über das Projekt zu informieren, lädt GASCADE im Mai 2026 zu Bürger-Informationsveranstaltungen in den betroffenen Regionen ein. Dort können sich Interessierte über den aktuellen Planungsstand und die nächsten Schritte informieren sowie Fragen und Anliegen direkt an das Projektteam richten.
05.05.2026 in Halle (Saale), Sportlerheim Reideburg, Paul-Singer-Straße 56a,06116 Halle (Saale)
06.05.2026 im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Gut Mößlitz, Mößlitz Nr. 6, 06780 Zörbig
07.05.2026 im Saalekreis, Kulturhaus Leuna, Spergauer Str. 41A, 06237 Leuna
19.05.2026 im Burgenlandkreis, Hyzet Klubhaus, Hauptstraße 26, 06729 Elsteraue
20.05.2026 im Landkreis Leipzig, Volkshaus Pegau, Kirchplatz 3, 04523 Pegau
21.05.2026 im Landkreis Greiz, Schützenhaus, Schießgasse 11, 07580 Ronneburg
Über GASCADE
Wir versorgen Deutschland und verbinden Europa – mit der Energie von morgen.
GASCADE Gastransport GmbH mit Sitz in Kassel betreibt mit rund 4.200 Kilometern eines der größten Fernleitungsnetze Deutschlands und steht für zuverlässige und leistungsstarke Transportlösungen für Erdgas und Wasserstoff. Über ihr Pipeline-System verbindet GASCADE zentrale Energieflüsse im Herzen Europas und fungiert als internationale Drehscheibe – mit direkter Anbindung an zahlreiche Nachbarländer.
GASCADE hat bereits 400 Kilometer ihres Netzes auf Wasserstoff umgestellt. Mit einem klaren Fokus auf Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit engagiert sich der Wasserstoff-Netzbetreiber in zentralen Wasserstoff-Projekten, um die Importkorridore der Nord- und Ostsee zu erschließen und die Versorgung Europas mit Wasserstoff sicherzustellen.
Uta Kull, Presse von GASCADE