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Der Begründer des Heimatmuseums Pegau

Pfarrer E. K. Dillner

Altertumsaustellung 1899

Im damaligen Rathaussaal


Im April 1899 fand auf dem Pegauer Rathaussaal auf Initiative des Gewerbevereins und des Pfarrers E. K. Dillner eine Ausstellung von Altertümern und altertümlichen Gegenständen statt. Damit war der Grundstein für das Pegauer Heimatmuseum gelegt. Von prähistorischen Funden bis zu Alltagsgegenständen reichte der Bestand.
Im Jahre 1930 wurde der neu gegründete Verein für Heimatkunde zu Pegau Träger des Museums. Von diesem Verein sind von 1930 bis 1941 die Pegauer Heimatblätter (insgesamt 62 Folgen) als Beilage der Pegauer Zeitung editiert worden.
Das Pegauer Heimatmuseum hatte unter den mitteldeutschen Ortsmuseen besonders wegen seiner ur- und frühgeschichtlichen Sammlung einen guten Ruf. Eine seiner Bedeutung entsprechende Unterbringung erfolgte 1938 in der ersten und zweiten Etage im rechten Flügel des Pfarrhauses (Kirchplatz 7). Das neugestaltete Museum war beispielhaft für andere Museen. Museumsleiter Fritz Irmscher verfaßte einen zweiunddreißigseitigen, reich bebilderten Museumsführer.
Das Ende des zweiten Weltkrieges brachte dann das Aus für das Pegauer Museum. Wohnungen waren jetzt verständlicher Weise wichtiger. Der Museumsfundus wurde ausgelagert, große Verluste am Museumsgut traten ein.
1952 war es Heimatfreunden um Karlheinz Lüer, Hans Brumme und Edgar Genze gelungen, das Museum im Dachgeschoß des Rathauses wieder einzurichten. Trotz erheblichen Engagements konnte eingedenk des gesellschaftlichen Umfeldes nicht wieder an die Vorkriegsära angeknüpft werden. Das Museum wurde schließlich in den 70er Jahren geschlossen und teilte damit das Schicksal anderer Ortsmuseen. Wiederum waren unersetzliche Verluste zu beklagen.
Nach der Wende ist seitens des Stadtrates und der Stadtverwaltung alles darangesetzt worden, das Museum zu revitalisieren:
Mit der Sanierung des Rathauses und des Turmes 1992 begann der Ausbau des Museums unter Einsatz von Stadtmitteln, Kulturraumfördergeldern und ABM-Kräften.
Unter der Leitung von Historiker Tylo Peter wurden viele notwendige Anschaffungen verwirklicht, die eine dauerhafte Ausstellung über Heimatgeschichte und Sonderausstellungen heimatnaher Themen möglich machten
Die Wiedereröffnung erfolgte am 1. Mai 1994. Auf einer Fläche von 573 Quadratmetern sind zwei Dauerausstellungen gestaltet worden:
Ein volkskundlicher „Rundgang durch das Leben der alten Pegauer“ unddie historische Zeitschiene „Mammute – Mönche – Macher“.
Ein Büro mit moderner Computertechnik hilft bei der Archivierung des Bestandes, der Digitalisierung von Bilddokumenten und der Öffentlichkeitsarbeit. Die Museumsarbeit wird von Mitgliedern des Heimatvereines sowie von ABM-Kräften und "Gelegenheitsarbeitern" („1- Euro- Jobbern“) geleistet. Träger des Museums ist die Stadt Pegau.


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